26.01.2026

IGES-Studie warnt vor Sozialabgaben von 50 Prozent: CSU-Fraktion fordert Stabilisierung durch konzentrierte Aktion

Laut der heute vorgestellten IGES-Projektion im Auftrag der DAK Gesundheit könnten die Sozialversicherungsbeiträge bis 2035 auf 50 Prozent steigen. Die CSU-Landtagsfraktion fordert entschlossenes Gegensteuern.

CSU-Fraktionsvorsitzender Klaus Holetschek:
„Die neuerlichen Zahlen sind ein lauter Weckruf. Wenn wir jetzt nicht handeln, läuft das System aus dem Ruder. Gesundheit und Pflege brauchen endlich einen gemeinsamen Kraftakt durch eine konzentrierte Aktion wie in den 70er Jahren. Alle Beteiligten müssen an einen Tisch, Verantwortung übernehmen, tragfähige Reformen diskutieren und erst wieder auseinandergehen, wenn es eine Einigung gibt. In einem ersten Schritt müssen die versicherungsfremden Leistungen aus Steuermitteln ersetzt werden. Nur so schaffen wir ein stabiles System, das fair finanziert ist und den Menschen wieder Vertrauen gibt.“

Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheit, Pflege und Prävention der CSU-Landtagsfraktion:
„Wenn wir die Kostenspirale nicht sofort stoppen, geraten Arbeitsplätze, wirtschaftlicher Wohlstand und der soziale Frieden in Gefahr. Wir brauchen jetzt eine grundlegende Reform der Krankenkassenfinanzierung und einen deutlich höheren steuerlichen Bundeszuschuss, um die Sozialabgaben dauerhaft bei 40 Prozent zu stabilisieren. Statt immer neuer Einzelmaßnahmen brauchen wir klare Strukturen, weniger Verwaltungsaufwand und mehr Raum für gute Versorgung. Nur so bleibt Arbeit bezahlbar und Gesundheit langfristig finanzierbar.“